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Onkel Fidi
Gast


Zen und Taoismus Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo alle

Ich finde, das Thema Zen im Vergleich zum Taoismus ist so interessant, dass es einen neuen Thread wert ist.

Ich möchte aus dem anderen Thread etwas von Wassermensch kopieren, um hier einen Einstieg zu schaffen:

Zitat:
Was Karma, Wiedergeburt und Zen angeht... auch an Onkel Fidi... erstmal die Wiedergeburt... man wird (im Buddhistischen Sinne) tatsächlich nicht persönlich wiedergeboren. Ich glaube das, was da wiedergeboren wird ist so etwas wie Fidis "Ordnung". Es gibt ja auch ernstzunehmende physikalsiche Modelle, nach denen die Materie selber Informationen speichern kann (siehe den interessanten Klassiker "Der Geist der Materie" von Physik Nobelpreisträger Jean E. Charon). Was also, wenn die Essenz auf irgend eine Art sehr konkret, physikalisch, als Information wieder geboren werden kann? Und was, wenn "karmische Prozesse" dann wiederum mit der "Ordnung" zusammen hängen würden? Nur mal so als Provokation.


Das, was ich mit "Ordnung" meinte, ist wahrscheinlich nicht das, was die Buddhisten und auch Zen-Anhänger mit Karma meinen.
Vielmehr ist Karma nach meiner Vorstellung das, was entsteht aus allem was bisher geschehen ist und immer noch geschieht. Als das, was Prof. Dürr mit "Wirken" bezeichnet. Nämlich das, was geschieht.

Was ich mit Ordnung meine, das ist ein noch weiter übergeordnetes Prinzip. Sicherlich in gewisser Weise verwandt, aber doch nicht gleich. Aber es ist in der Tat sehr ähnlich. Aber ich will nicht so in Begriffen hängenbleiben und somit kann ich schon akzeptieren, dass Stefan hier Ähnlichkeiten sieht. Ich will dem nicht kategorisch widersprechen.

Ich könnte mir vorstellen, dass der "Geist der Materie" lt. Charon wahrscheinlich das ist, was ich als Spirit bezeichne. Ich habe Charon nicht gelesen und kann nur schliessen aus dem, was Stefan sagt. Aber es hört mal auf den ersten Blick so an.

Der Begriff "Wiedergeburt" ist nach meiner Meinung irreführend, wenn man von karmischen Prozessen oder auch von Wirkungen spricht. Denn ´"wieder" impliziert, dass etwas in der gleichen Weise "wieder" kommt. Aber das ist nach meiner Weltsicht nicht der Fall. Dieses sogenannte "Wiederkommen" ist nach meiner Sicht nicht dasselbe, sondern total neu zusammengesetzt. Denn alles, wirklich alles, also auch der Stein und der Wurm, tragen dazu bei, wie und was ist, was dann kommt. Ein ständiger Prozess also, ein Brodeln und Wachsen und Verfallen und neu Gestalten und..... einfach ein sich ständig neu erschaffendes Wunder.

Was mich über Zen sehr interessieren würde, das ist genau diese Frage nach der Wiedergeburt. Und dann weiter die Frage nach dem buddhistischen anderen Grundgedanken über das Leid, über die vier Wahrheiten und den achtfachen Pfad.

Liebe Grüße
Fidi

01.02.2005 23:15
Selma2 Selma2 ist weiblich
Mitglied




Dabei seit: 27.01.2005
Beiträge: 20

RE: Zen und Taoismus Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Onkel Fidi
Dieses sogenannte "Wiederkommen" ist nach meiner Sicht nicht dasselbe, sondern total neu zusammengesetzt. Denn alles, wirklich alles, also auch der Stein und der Wurm, tragen dazu bei, wie und was ist, was dann kommt. Ein ständiger Prozess also, ein Brodeln und Wachsen und Verfallen und neu Gestalten und..... einfach ein sich ständig neu erschaffendes Wunder.




Lieber Onkel Fidi,

exakt so sagt es der Buddhismus auch. Das nennt sich die Lehre vom abhängigen Entstehen. Es gibt keinen Persönlichkeitsanteil, keine Seele oder so, was wiedergeboren wird. Das glauben die Hindus. Im Buddhismus jedoch wird, wie Du es formuliert hast, alles neu zusammengesetzt.

Den Rest muß ich erst noch recherchieren.

Liebe Grüße
Selma

01.02.2005 23:28 Selma2 ist offline Email an Selma2 senden Beiträge von Selma2 suchen Nehmen Sie Selma2 in Ihre Freundesliste auf
Wassermensch Wassermensch ist männlich
Mitglied




Dabei seit: 25.01.2005
Beiträge: 116

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Hi Selma,

sag mal - wie kann man dann die Tibetischen Methoden erklären, mit denen man versucht herauszufinden, ob eine bestimmte Person die Reinkarnation eines Verstorbenen ist? Etwa indem man ein Kind mehrfach mit mehreren Dingen konfrontiert, von denen jeweils eines dem Verstorbenen gehörte, und wenn das Kind dies dann immer erkennt, dann geht man von einer Reinkarnation aus. Hier sieht es mir doch aber schon so aus, als würde daran geglaubt, daß ein Teil der Persönlichkeit mit vererbt wird.

Gruß

Stefan

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08.02.2005 18:30 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
kurrijan
Gast


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Zitat:
exakt so sagt es der Buddhismus auch. Das nennt sich die Lehre vom abhängigen Entstehen. Es gibt keinen Persönlichkeitsanteil, keine Seele oder so, was wiedergeboren wird. Das glauben die Hindus. Im Buddhismus jedoch wird, wie Du es formuliert hast, alles neu zusammengesetzt


na, da koennte man jetzt trefflich streiten, aber wiederum auch nicht wirklich. der eine rinpoche sagt: mitm tod ist eben alles vorbei und lacht, und gleichzeitig gibt es das tibetische buch vom leben und sterben, was scheinbar was anderes sagt. uebrigens gibt es einige moeglichkeiten, auch das tao tê king als anleitung zur re-inkorporation oder neu-praegung zu verstehen. und nun ? Augenzwinkern es steht eben viel zwischen den zeilen ..

25.02.2005 04:41
 
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