Nico
Gast
 |
|
Hallo Lü
Ich will das gerne tun.
Ich lass mal diese Beiträge hier stehen und kopiere sie zusätzlich in einem neuen Thread. Dann kann jemand, der sie hier nachsehen will, auch noch finden.
Ich hoffe, es ist euch recht so.
LG
Nico
|
|
20.12.2004 10:29 |
|
Onkel Fidi
Gast
 |
|
Hallo Lü., Hallo Chu
Das Tao kann man nicht benennen. Deshalb haben wir offensichtlich sehr verschiedene Vorstellung davon. Weil uns nämlich niemand wirklich sagen kann, was das Tao ist.
Ich glaube, jeder sieht das ein wenig anders.
Für mich ist das Tao "Alles was ist". Aber ich sehe es nicht so, dass es so etwas wie Gott im Christentum ist. Vielmehr ist es ein Prinzip. Aber was ist ein Prinzip? Auch das kann ich nicht wirklich erklären.
Ich glaube, man muss einfach erfühlen, dass es etwas gibt, das es gibt, auch wenn man es nicht erklären kann.
Die Vorstellung von xue long ist sehr interessant. Aber ich denke nicht, dass ich selbst damit etwas anfangen kann. Denn wenn jemand von "verschiedenen" Wegen spricht, dann klingt das nach meinem Verständnis nach verschiedenen Zielen. Aber vielleicht siehst du das, Nassem, ein wenig anders. Vielleicht siehst du trotzdem die verschiedenen Wege, auch wenn sie kein Ziel haben. Dann kann ich das schon verstehen. Denn jeder Mensch erlebt ja verschiedene Dinge in seinem Leben. Also ist der Weg eines jeden Menschen anders. Aber niemand kommt irgendwo an. Das meine ich mit: "kein Ziel".
Liebe Grüße
Fidi
|
|
20.12.2004 22:44 |
|
Hanni
Gast
 |
|
Hallo
Ich glaube, dass viele Menschen im Westen meinen, das Tao würde alles lenken, so wie ein Gott. Ich habe oft die Vermutung, dass man im Taoismus nur eine Abwandlung vom Christentum sieht und meint, das Tao würde für Gerechtigkeit sorgen und für die Menschen da sein, für einen sorgt, so wie Gott der fürsorgliche Vater das im Christentum ist. Ich glaube, das dies ein wesentlicher Unterschied von Taoismus und Christentum ist.
Aber das sollte nun eigentlich gar nicht in diesem Thread stehen, sondern vielleicht im Thread über den Vergleich des Christentums mit dem Taoismus.
Ich lasse es aber doch mal hier stehen, weil es ja auch mit der Frage nach dem Weg etwas zu tun hat. Denn wenn ich einen Weg gehe, der nirgend wo hin führt, dann führt er auch nicht zu Gott. Denn das Tao ist ja der Weg und kein Ziel.
Hanni
|
|
28.12.2004 01:07 |
|
Onkel Fidi
Gast
 |
|
Hallo Wind
Das ist doch überhaupt nicht schlimm, wenn du hier was reinkopierst und dann geht eine lustige Diskussion los!
Ich finde deine Gedanken jedenfalls recht interessant, auch wenn ich sie teilweise nicht teile.
Ich sage "teilweise", denn ich verstehe schon, was du sagen willst. Du willst die Gemeinsamkeiten sehen und somit siehst du sie. Denn sie sind zweifellos da. Es kommt halt alles auf den Standpunkt und den Blickwinkel an.
Für mich ist es auch keine Frage, welcher Religion man sich zuwendet, solange man dies von der persönlichen Warte aus sieht. Wenn es also um das Individuum geht. Die Hauptsache ist, man fühlt sich wohl dabei.
Allerdings denke ich anders, wenn es um die Auswirkungen im Großen geht und wenn es um Prägungen von ganzen Gesellschaften geht. Und hier stelle ich fest, dass jede Religion ganz bestimmte Prägungen hervorbringt. Und wenn ich dann diese Auswirkungen betrachte, dann finde ich eigentlich bei jeder Religion etwas Bedenkliches. Nämlich die Machtausübung. Die japanischen Kaiser haben zum Beispiel ganz bewußt den Zen-Buddhismus eingeführt, weil sie dies für ihre Machtausübung für zweckmässig erachteten. Und in unserer Geschichte ist es nicht anders. Karl der Große hat ganz bewußt ein Bündnis mit dem Papst eingegangen, weil sowohl er wie auch die Kirche davon einen gewaltigen Machtzuwachs erhalten hatte. Die Machtausübung kann manchmal ganz subtil sein oder manchmal ganz eindeutig. Aber wenn es um Macht geht, da werde ich vorsichtig. Denn das nimmt den Menschen die Freiheit.
Wenn eine Religion den Anspruch erhebt, besser als andere zu sein, dann wirds bei mir auch kritisch. Und leider tun das die meisten Religionen. Im der Bibel heißt es zum Beispiel, dass man nur in den Himmel kommen kann, wenn man an Jesus glaubt. Damit wird ja automatisch gesagt, dass jemand, der an was anderes glaubt oder für richtig hält, nicht in den Himmel kommt. Das empfinde ich als eine ganz schlimme Arroganz. Dasselbe gilt für den Islam. Und die Juden halten sich für das auserwählte Volk und auch das ist arrogant im höchsten Maß. Und gefährlich noch dazu, denn dann kann man ja die anderen aus dem Land jagen, weil ja der liebe Gott den auserwählten Juden dieses Land geschenkt hat.
Und die Buddhisten glauben ebenfalls, dass nur sie die Erleuchtung haben, weil sie so schön meditieren können und die innere Alchimie beherrschen und was weiss ich was noch alles. Auch das ist arrogant, trotz des friedvollen Gehabes. Man kann nämlich sehr friedlich und freundlich tun und sich trotzdem viel besser vorkommen als die anderen. Sicherlich sind nicht alle Menschen so, aber eine Religion, die den Kern der Überheblichkeit in sich trägt, wird immer wieder Menschen arrogant machen. Und leider tragen die meisten Religionen diesen Kern in sich. Deshalb bin ich eigentlich gegen jede Religion und bin für Philosophie, die jedem die Freiheit läßt und keine Dogmen und Regeln aufstellt und keine Ausschließlichekt kennt.
Und aus eben diesen Gründen gefällt mir der Taoismus so gut. Denn er ist nicht fanatisch. Und es geht nicht um ein Ziel. Damit sind wir wieder am Anfang dieses Threads, nämlich um den Weg des Taoismus.
Liebe Grüße
Fidi
|
|
29.12.2004 08:32 |
|
Lü 
Mitglied


Dabei seit: 14.12.2004
Beiträge: 140
 |
|
| Zitat: |
Im der Bibel heißt es zum Beispiel, dass man nur in den Himmel kommen kann, wenn man an Jesus glaubt. Damit wird ja automatisch gesagt, dass jemand, der an was anderes glaubt oder für richtig hält, nicht in den Himmel kommt. Das empfinde ich als eine ganz schlimme Arroganz. Dasselbe gilt für den Islam. Und die Juden halten sich für das auserwählte Volk und auch das ist arrogant im höchsten Maß. Und gefährlich noch dazu, denn dann kann man ja die anderen aus dem Land jagen, weil ja der liebe Gott den auserwählten Juden dieses Land geschenkt hat.
|
|
Ich finde jedes Idee von Auserwahlt zu sein auch nur ganz dumm, Onkel Fidi. (And don't forget about God's Own Country!) Aber das ich nicht komme in Himmel, weil ich nicht glaube an Jesus, das stört nicht mich, weil ich glaube auch nicht an Himmel
Liebe Grüße von Lü
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Lü am 29.12.2004 16:50.
|
|
29.12.2004 16:49 |
|
Wind 
Mitglied


Dabei seit: 05.12.2004
Beiträge: 39
 |
|
| Zitat: |
Original von Onkel Fidi
Im der Bibel heißt es zum Beispiel, dass man nur in den Himmel kommen kann, wenn man an Jesus glaubt. Damit wird ja automatisch gesagt, dass jemand, der an was anderes glaubt oder für richtig hält, nicht in den Himmel kommt. Das empfinde ich als eine ganz schlimme Arroganz. Dasselbe gilt für den Islam. Und die Juden halten sich für das auserwählte Volk und auch das ist arrogant im höchsten Maß. Und gefährlich noch dazu, denn dann kann man ja die anderen aus dem Land jagen, weil ja der liebe Gott den auserwählten Juden dieses Land geschenkt hat.
|
|
Ich denke auch dass es nicht okay ist. Aber die, die
ihre Augen nicht verschließen werden den Irrsinn da-
hinter entdecken. Ich glaube, wenn ein Christ an der
Wahrheit interessiert ist, wird er früher oder später so
manchen Irrglaben aufdecken.
Wir Menschen lernen indem wir uns verbrennen.
Wenn man den Willen zum Leben hat, kann man aus
jedem Ort der Welt ein Paradies machen.
Nicht, dass ich denke das was ich jetzt geschrieben habe
stünde im Gegensatz zu deinem Geschriebenen, Fidi,
ich wollte es nur noch dazuschreiben 
__________________ Wahrheit ist ein pfadloses Land
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Wind am 30.12.2004 13:03.
|
|
30.12.2004 13:02 |
|
Onkel Fidi
Gast
 |
|
Liebe Lü, das verstehe ich auch nicht!
Aber es gibt viele Menschen, die das glauben.
Warum glauben sie es?
Weil sie eine Gehirnwäsche erhalten haben und man ihnen sagte, dass nur ihre Religion die Richtige ist.
Übrigens, das mit "God's own Country" das überlese ich mal lieber. (Aber wenn es einen Gott gibt, dann hat er irgendwo sein "own Country". Und weißt du, wo das ist??? Ich verrate es lieber nicht, sonst kommen alle und dann ist es nicht mehr "God's own country", sondern "the German's own country"!) Nein, ich will nicht böse sein!!!!
Fidi - a bit cheeky today!
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Onkel Fidi am 30.12.2004 23:48.
|
|
30.12.2004 23:46 |
|
kurrijan
Gast
 |
|
eine uralte frage oder ungelegte eier ?
im himmel, koennen *da die* * da ueberhaupt da sein ?
wieweit ists bis dahin ? wann sind die pruefungen zuende ?
wann trennt sich die spreu vom weizen ?
wo ist das *reine land*?
*Leute, mit denen wir nicht auskommen
ps:
>>Im der Bibel heißt es zum Beispiel, dass man nur in den Himmel kommen kann, wenn man an Jesus glaubt. Damit wird ja automatisch gesagt, dass jemand, der an was anderes glaubt oder für richtig hält, nicht in den Himmel kommt.<<
wird es nicht ! das steht ja weiter unten auch schon. sorry, aber haarspalter verstehen das nicht, klar. zwischen den zeilen gelesen steht da primaer wie wichtig zb glaube ist - und das sagen alle grossen lehren. jesus, tao - hl. geist, reiki - himmel, nirvana - bloss worte ! *lach*. zu woertlich-nehmen laesst monotheisten auch das wu-wei nicht verstehen und fuer *ver-rueckt* halten - das ist ebenso *dumm* und arrogant .. ergo: alle muessen was geschmeidiger werden, lesen ueben, mal was sitzen ueber den einen oder andren spruch vorm rummaulen.
|
|
26.03.2005 10:19 |
|
|
|
 |
|
|
|
|