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Georg 
Administrator


Dabei seit: 05.12.2004
Beiträge: 228
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06.02.2005 19:19 |
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BrightStar
Gast
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Ich weiss nur sehr wenig über den historischen Neo-Taoismus.
Aber es heisst ja, die hätten versucht durch irgendwelche Praktiken Unsterblichkeit zu erlangen.
Das Problem ist nur, wann immer Du versuchst irgendetwas bestimmtes durch Erkenntnis zu erreichen bist Du auf einem konfuzianischen Weg, und das ist kein natürlicher Weg mehr und damit kein taoistischer mehr...
Liebe Grüsse,
Richie
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07.02.2005 08:07 |
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BrightStar
Gast
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Kern des Taoismus ist, dass man aufhört, zu versuchen, irgendwas zu erreichen.
Sprich, dass man auch nicht versucht DURCH (irgendwie geartete) Erkenntnis irgend etwas zu erreichen.
Zumindest habe ich es so verstanden.
Liebe Grüsse,
Richie
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07.02.2005 13:20 |
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Yo - Richie der Begrenzer des unbegrenzten Unbenennbaren 
Mir scheint, Taoisten können allerdings auch recht pragmatisch sein. Sie beobachten, und sie nutzen die Erkenntnisse aus ihren Beobachtungen. Auch Yin- und Yang ist Erkenntnis, basierend auf Beobachtungen. Wenn ich jetzt als Taoist aus Erfahrung erkannt habe, wie ich meinen Reis anpflanzen muß, damit er wächst - ist das dann nicht mehr Taoistisch? Oder wenn ich gar versuche, meine Erkenntnisse zu verbessern, damit ich herausbekomme mit welchen anderen Pflanzen zusammen es noch besser wächst und vielleicht Schädlinge fernhält?
Ich glaube, Einstein war nur neugierig. Aber seine Erkenntnisse ermöglichten die Atombombe (wie Lü so schön sagte: das Gegenteil von Wu Wei).
Nun ja - hab grad nicht soviel Zeit. Aber mir sind Deine Interpratationen oft zu nahe am Nihilismus, und Nihilismus sehe ich nicht in dem, was mir als Taoismus bekannt ist.
Keine Moral etc. aber ein Taoist würde sagen: geh da nicht weiter. Da ist eine verdeckte Klippe. Da fällst Du runter. Er urteilt nicht, ob das Runterfallen gut oder schlecht ist. Er stellt es nur einfach fest...

Oder so.
Hust.
Die Bettdecke höher zieh.
Und meiner einer kriegt nichmal Krankengeld!
__________________ Wirklichkeit ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört daran zu glauben. (Philip K. Dick)
Fast alles kann toleriert werden - außer Intoleranz (Meister Makani)
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07.02.2005 14:07 |
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BrightStar
Gast
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| Zitat: |
Original von Wassermensch
Mir scheint, Taoisten können allerdings auch recht pragmatisch sein. Sie beobachten, und sie nutzen die Erkenntnisse aus ihren Beobachtungen. Auch Yin- und Yang ist Erkenntnis, basierend auf Beobachtungen. Wenn ich jetzt als Taoist aus Erfahrung erkannt habe, wie ich meinen Reis anpflanzen muß, damit er wächst - ist das dann nicht mehr Taoistisch? Oder wenn ich gar versuche, meine Erkenntnisse zu verbessern, damit ich herausbekomme mit welchen anderen Pflanzen zusammen es noch besser wächst und vielleicht Schädlinge fernhält?
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Und wo ist die Grenze wo das ganze Wissenschaftlich wird und von der Natur sich zu weit entfernt und ins künstliche und pervers-kranke abgleitet?
Ich weiss es nicht. Ich stimme Dir nämlich prinzipiell bei.
Aber wo ist die Grenze?
Liebe Grüsse,
Richie
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07.02.2005 17:27 |
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BrightStar
Gast
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| Zitat: |
Original von Wassermensch
Ich frage mich was Wissenschaft angeht bisweilen: an welchem Punkt ist aus der idealistischen Natur-Philosophie die ach so zweckorientierte moderne "Wissenschaft" geworden?
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In dem Moment als man mehr wollte, als man wirklich rein biologisch gebraucht hat, vielleicht?
Also an dem Punkt an dem man sich mehr GENOMMEN hat, als die Natur freiwillig gibt.
In dem Moment, in dem man nach Erz gegraben hat.
In dem Moment in dem man so viel auf den Boden angebaut hat, dass es ihn überforderte...
Liebe Grüsse,
Richie
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07.02.2005 20:47 |
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