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BrightStar
Gast


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Zitat:
Original von Lü
für mich ein Wort ist keine Definition, sondern ein Evokation.


Wow, aufregender, toller, anregender Gedanke!

Danke! großes Grinsen

Übrigens habe ich meine Website deutlich erweitert und überarbeitet. Man kann sie jetzt finden unter:

http://www.zeitloser-taoismus.de

Liebe Grüsse,
Richie

30.01.2005 00:31
Georg Georg ist männlich
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Dabei seit: 05.12.2004
Beiträge: 219

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Hi Lü,
du fragst:
"Ich bin sehr neugierig zu wissen wie das ist bei euch, würdet ihr associieren Wort mit Definition?"

Ich hatte gedacht, jemand anders könnte helfen das aufzuklärenAugenzwinkern

Es ist richtig, daß wenn ich 'Baum' höre, in meinem Kopf die Vorstellung eines Baumes entsteht, es passiert das, was man eine 'Assoziation' nennst. Aber das funktioniert nur deshalb, weil ich den Begriff 'Baum' schon kenne, der Inhalt des Wortes 'Baum' ist schon definiert. Und das ist ja erstmal nichts anderes, wie etwas beschreiben, eine Bedeutung bestimmen. Und in diesem Sinne meinte ich auch, daß ein Wort etwas definiert, für etwas bestimmtes dasteht. Daß ich gesagt habe, ein Wort sei schon eine Definition, das war sicher sehr 'unscharf', aber so falsch nun auch wieder nicht.
Zitat:
Original von Lü
Hi, Georg und BrightStar, wo für braucht ihr denn Definitionen? Ich denke die Definition per se ist ganz un-daoistisch Definition ist die Nagel mit den man hängt ein scheinbare Sache an ein scheinbare Nagel, nein?

Lü, hier verstehe ich nicht, wie du es meinst. Vielleicht verstehen wir den Begriff doch sehr unterschiedlich?

Schönen Sonntag
Georg

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Geteiltes Wissen ist Demokratie!

30.01.2005 02:39 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
BrightStar
Gast


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Ich glaub ich hab eben auf taoismus.de sehr gut die Essenz des wahren, zeitlosen Taoismus ausdrücken können, hihi großes Grinsen

Kann jeder hier nachlesen:

http://www.taoismus.de/board/thread.php?...d=8&page=14#273

Was meint Ihr?

Liebe Grüsse,
Richie

01.02.2005 23:22
Georg Georg ist männlich
Administrator




Dabei seit: 05.12.2004
Beiträge: 219

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Hi Richie,
darfst mich gern 'Alter Esel' nennen. Freude

Denn man Tao!
Georg

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Geteiltes Wissen ist Demokratie!

02.02.2005 02:24 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
Onkel Fidi
Gast


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Hallo liebe Leute

Ich möchte mal zu den Worten und der Definition was sagen.

Mit den konkreten Begriffen ist das einfach. Man zeigt einem Kind ein Auto, sagt "Auto" und das Kind weiss, was ein Auto ist (oder ein Baum, ein Stuhl, ein Tisch).
Das zeigen genügt.

Aber nun gibt es abstrakte Begriffe, wie Liebe, Vernunft, Freude, Religion, Taoismus....

Da genügt es jetzt nicht mehr, auf den Taoismus hin zu deuten und zu sagen: "Schau, da läuft ein Taoismus vorbei! Merke dir genau, wie er aussieht!"

Oder wie will man einem Kind "Vernunft" erklären?
Sicherlich, man wird es ihm vorleben und dann sagen, wenn du dich so verhalten hast, wie......., dann hast du sehr vernünftig gehandelt.
Ein kleines Kind kann nur mit konkreten Begriffen was anfangen. Zum Verstehen von abstrakten Begriffen bedarf einer höher entwickelten Intelligenz, nämlich der Fähigkeit, abstrakt zu denken (sich also etwas vorstellen zu können, nicht nur Begriffe, sondern auch Abläufe z.B.). Das wird ein 3jähriges Kind nicht können.

Für diese abstrakten Begriffe braucht man also die Erfahrung, um dies zu erlernen. Zusätzlich kann man natürlich dann auch noch erklären (also definieren), in dem man sagt: Wenn du dich so verhältst, dann ist das vernünftig.

Nur das "Wort" assoziiere ich also nicht mit Definition.
Für mich ist Definition etwas, das ich benötige, um schwierige Worte auf eine bestimmte Bedeutung hin zu beschreiben, damit man nicht von verschiedenen Sachen spricht.
Definition kann also sehr hilfreich sein, ja sogar in manchen Fällen absolut notwendig, damit man sich verstehen kann.

Andererseits kann man auch alles möglich erst mal definieren und bei dieser Beschäfigung des Definieren hängen bleiben und dabei ganz vergessen, worüber man sich eigentlich am Ausgangspunkt unterhalten hat. Weil man nämlich die Definition eines Wortes für so wichtig hält, dass man daran festklebt. Das habe ich sehr oft am taoismus.de erfahren. Da geschah das laufend.

Ich glaube, dass wir ein wenig die Fähigkeit verloren haben, ohne zu viel zu definieren aus einem ganzen Satz oder sogar aus einem ganzen Posting die Essenz heraus zu lesen, auch wenn man nicht jedes einzelne Wort auf seine Definition hin und seine wirkliche Bedeutung hin untersucht. Deshalb findet man an den Boards ganz allgemein so häufig eine unglaubliche Wortklauberei und man streitet sich über dieses Wort und jenes Wort und es geht überhaupt nicht mehr um das anfängliche Thema.

Natürlich gibt es Schlüsselwörter. Wenn man die nicht versteht, dann versteht man gar nichts. So ein Schlüsselwort ist z.B. in meiner Weltsich das Wort "Spirit". Wenn jemand Geist damit meint im Sinne von Intellekt, dann wird man mich nicht verstehen. Also muss ich es erst einmal erklären (definieren) was ich meine.

Liebe Grüße
Fidi

02.02.2005 06:03
BrightStar
Gast


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Wenn ich schreibe "wahrer, zeitloser" Taoismus, dann liegt das daran, dass ich zur Übertreibung neige und gleichzeitig meine kindliche Begeisterung ausdrücke, die aus der Beschäftigung mit diesem Stoff gewinne.

Ich mein das gar nicht absolutistisch und mag das auch gar nicht anderen aufdrängen.

Trotzdem Danke für Deinen Hinweis, Fidi. (Ich hab Dein Posting jetzt auf meine Texte bezogen, wobei im Endeffekt merkte, dass es gar nicht so gemeint war, passt aber trotzdem großes Grinsen )

Georg: Warum darf ich Dich "alter Esel" nennen?? Versteh ich jetzt nicht...

Das worüber wir jetzt hier reden - Definitionen - sind das nicht auch Konzepte irgendwie? Weil dann müsste man Lü ja recht geben - Taoismus an und für sich hat mit Definitionen gar nicht so viel am Hut. Der Taoismus mag lieber einfach leben smile

Liebe Grüsse,
Richie

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von BrightStar am 02.02.2005 07:32.

02.02.2005 06:53
Onkel Fidi
Gast


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Ob Definitionen automatisch auch Konzepte sind, das kann man glaube ich nicht so klar sagen.
Sie können zu Konzepten werden, müssen aber nicht.

Eine Definition ist einfach eine genaue Erklärung, was man mit einem Wort meint.
Eine Definition könnte sich auch ändern im Laufe der Zeit. Das kommt sogar häufig vor, dass sich die Bedeutungen von Worten ändern.

Ob der Taoismus und Definitionen nicht zusammen gehen, das kann ich eigentlich nicht so ganz klar sehen. Ich will es mal so sagen: Es ist nicht gerade typisch für den Taoismus, dass man alles so genau festlegt. Nämlich in dem Sinne, die Gelehrsamkeit abzulegen. Und damit die Wortglauberei vielleicht.
Aber ich würde dies nicht so ausschließlich sehen. Sicherlich kann man etwas vom Taoismus auch definieren, gelegentlich!
Wenn man so ausschließlich ist, dann ist das ja auch wieder nicht taoistisch. Denn das Kennzeichen des Taoismus ist ja das Fliessen, das Ändern, das leichte hin und her und rauf und runter und alles kommt mit sehr wenig Regeln und Festschreibungen aus. Dadurch bleibt man sehr in der Mitte. Ich glaube, das ist das Kennzeichen des Taoismus: In der Mitte bleiben, selbst wenn es sie gar nicht gibt!

Liebe Grüße
Fidi

02.02.2005 08:33
Wassermensch Wassermensch ist männlich
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Beiträge: 116

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Definitionen sind glaube ich gerade heue nötig, weil wir in dieser globalisierten multi-kulti Welt alle dermaßen unterschiedliche Lebenserfahrungen haben, dass es vollkommen unmöglich ist, ab einer bestimmten Komplexität immer alles intuitiv richtig zu verstehen. Ein Ökologe versteht unter nachhaltiger Entwicklung z.B. etwas völlig anderes als ein Bankmanager. Und der Steuerprüfer, der mich letzten Sommer heimsuchte, konnte nicht verstehen, dass ich die eine oder andere Quittung verbummelt hatte, obwohl ich doch davon einen Steuervorteil hätte. Unbegreiflich für ihn! Seine Welt bestand vollständig aus Zetteln. Meine Welt besteht aus Sternen und Tieren und Flüssen und Regen und Bergen und dem Ozean und Hunden und Frauen und Männern und Kindern und Bäumen und gutem Wein und leckerem Essen und, und, und. Für den Steuerbeamten sind aber auch das alles nur: Zettel. Mit Zahlen drauf. Für ihn drückt sich Vernunft darin aus seine Zettel "in Ordnung" zu haben. Wenn ich also ihm gegenüber von Vernunft rede, dann hat der arme ein etwas anderes Verständnis davon, als ich. er weiß gar nicht, was ich meine!

Hm. Jetzt weiß ich selber nicht mehr was ich meine. Was wollte ich doch gleich sagen? Ah! Welch Freude! Welch Freiheit!

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Wirklichkeit ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört daran zu glauben. (Philip K. Dick)

Fast alles kann toleriert werden - außer Intoleranz (Meister Makani)

02.02.2005 14:16 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
Onkel Fidi
Gast


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Hallo Stefan

Ich stimme dir schon zu. Definitionen sind heute sicher notwendig.

Aber ich will mal auf eine Sache hinaus, die mir am ander TaoBoard so unangenehm aufgefallen ist.

Da schreibt jemand ein Posting und da kommt ein Wort vor, das jemand nicht paßt.
Nun wird dieses Wort herausgenommen, eine ellenlange Abhandlung darüber gemacht und darauf hingewiesen, dass man dieses Wort entweder falsch verwendet hat - oder, falls man es so verwendet hat, wie es per Definitionem verwendet hätte werden sollen, dann simmt die ganze Aussage nicht etc. etc.....

Bei diesem Vorgehen klebt man an einem einzigen Begriff fest und übersieht dabei den Zusammenhang und die Gesamtaussage des gesamten Postings. Das fand ich immer sehr schade, denn es führte meistens in eine ganz andere Richtung und die Diskussion ging dann über ein Wort und nicht mehr um ein Posting oder um eine bestimmte Meinung.

Ich glaube, dieses Denken im Detail und das Unvermögen, das Ganze zu sehen, ist heute sehr weit verbreitet.
Definitionen also in allen Ehren, aber man kann es auch übertreiben.

Liebe Grüße
Fidi

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Onkel Fidi am 03.02.2005 07:19.

03.02.2005 07:17
Wassermensch Wassermensch ist männlich
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Stimm schon, Fidi. Aber die Rassediskussion zeigt, wie leicht es ist auf den falschen dampfer zu kommen. Mir scheint ja jetzt, Deine Frage ist nicht in erster Linie, ob es verschiedene Rassen gibt. Dein Anliegen ist vor allem, ob sich mentale oder spirituelle Eigenschaften und Fähigkeiten genetisch vererbenund ob in bestimmten Volksgruppen dies verstärkt auftritt, und wie stark der Anteil der genetischen Vererbung gegenüber der kulturellen ist. Aber ich glaube, da haben Dich einige andere auch nicht 100% richtig verstanden.
Meine Antwort wäre dann einfach. Was den Anteil angeht kann ich nur spekulieren. Was die Tatsache angeht: na klar. Sofern man davon ausgeht, daß es so etwas wie spirituelle Fähigkeiten oder ein spirituelles Talent gibt, was ich tue (aus guten Gründen - durchaus auch harten wissenschaftlichen übrigens). Un na klar treten in isolierten Populationen bestimmte genetische Eigenschaften gehäuft auf. Das gilt für geistige Fähigkeiten ebenso wie z.B. das Diabetes Gen (siehe Tonga).

Hab grad den Pocket Tao reader aufgeschlagen, an einer zufälligen Stelle, und dort steh ein Zitat von Leih-Tzu:

Life - temporarily staying in the world,
Death - temporarily leaving.

das nur, weil es grad hier steht.

Cheers! Und Freu Dich am Wetter und am Meer! Neid ist keine schöne Sache, aber ich bin schon neidisch!

Stefan (geht jetzt was essen)

lecker

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03.02.2005 13:11 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
Georg Georg ist männlich
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Erbesenzähler!Augenzwinkern
Was haltet ihr denn von der Aussage: "Chinesen definieren nicht."? Diese Behauptung ist mir jetzt wiederholt untergekommen. Auch Lü hat so etwas in der Richtung gesagt und mich so angeregt hier näher hinzuschauen.
Dabei ist mir klargeworden, warum mich manche langatmigen Texte mehr verwirren, statt mir etwas zu zeigen. Im Bemühen klar die Begriffe voneinander zu trennen, ihnen eine eindeutige Definition zu unterlegen , werden die Begriffe in den Vordergrund gezerrt und man gerät in einen Teufelskreis des ständigen etwas definieren zu müßen.
Von der Idee ausgehend, daß wenn die Begriffe klar definiert sind, man quasie mit mathematischer Sicherheit zu wahren Aussagen kommt, hat es immer wieder Anstrengungen gegeben die Sprache zu formaliesieren. Wittgenstein (der junge) arbeitete auch zuerst in dieser Richtung. Der reife Wittgenstein aber kam dann doch zu der Einsicht, daß die Begriffe immer durch den Zusammenhang definiert werden, in dem sie auch tatsächlich verwendet werden.

Beste Grüße
Georg

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03.02.2005 15:25 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
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Ich gebe Wittgenstein natürlich Recht, Georg! Irgendwann wird man all des Definierens überdrüssig, schaut in die Wolken und lächelt. Dieses Phänomen beobachtet man gerade bei den ganz großen Wissenschaftlern und Philosophen.

Definieren muß man ja nur, wenn man sich auf einer abstrakten begrifflichen Ebene bewegt. Das Wort bedeutet ja eigentlich "abgrenzen", was ja auf Eindeutigkeit abziehlt und Mißverständnisse verhindern soll..

Aber stimmt schon - die Erbsenzählerei hier vermittelt auch ein bischen ein falsches Bild von mir. Oder sagen wir nur einen Teil dessen, wer oder was ich bin, unter anderem eben ein Wassermensch Augenzwinkern

Efeu wächst hie rvon draußen in mein Zimmer hinein. Und ich schneide es nicht ab. Einfach so.

winke

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03.02.2005 15:51 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
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Hi Stefan,
ich habe seit einiger Zeit die Sprache für mich als Problem entdeckt. Mich reizt es dahinterzukommen warum gerade eine Sprache, wie sie uns z.B. im Taoteking entgenkommt, so überzeugend ist. Da wird gesagt, was ist wie es ist, aber nicht weiter erklärt warum es so ist... ich kann mich hier auch nur ungefär ausdrücken, weil das Ganze für mich immer moch eine große Frage ist.

Allgemein gefragt: was haltet ihr von einem Forum, wo es nur um die Probleme geht, die die Sprache aufwirft?
Ich fände es interessant, will aber das Board natürlich nicht mit meinem Problem belasten - ich mach es ja gelegentlich auch ohne extra Forumsmile
Aber ein Forum hierfür fände ich nicht verkehrt.

Stefan, du sprachst von Wissenschaftlern - fällt mir ein, daß du von Feynman begeistert bist. Ich kann dich gut verstehen! In "Sie belieben zu scherzen Mr Feynman" hat mich seine Person beeindruckt; mit Sachbüchern von ihm, mühe ich mich immer wieder mal ab, um ein klein wenig mehr zu verstehen.

Gruß,
Georg

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Georg am 03.02.2005 16:49.

03.02.2005 16:43 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
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ja Georg - Feynman ist klasse. Sozusagen der Taoist unter den Physikern Augenzwinkern. Ich habe als Student alles durchgeackert, was es über ihn gab. Ist eine ganze Menge.

Was das Sprachforum angeht: also - Linguistikforen gibt es ja verschiedene, aber das Interesse scheint begrenzt. Und auch wenn ich sie selber angefangen habe, empfinde ich doch die Diskussion um Bedeutungen recht ermüdend, wenn ich ehrlich bin.

Übrigens sind andere religiöse Texte ja auch sehr erfolgreich. Viele Menschen mögen es, wenn Ihnen wer sagt "So ist das. Punkt." und die Sprache ist ja an sich einfach, wobei gerade das DDJ wohl mehrere verschachtelte Ebenen hat - wie sonst sind die teils recht krass abweichenden Übersetzungen zu verstehen?

Vielleicht liest es ja auch jeder, und jeder versteht was anderes? Was nicht schlimm ist. Ich denke mir das so ähnlich wie in 1984, wo jeder der gefoltert wird mit seiner größten Angst konfrontiert wird, nur im positiven Sinne. Es wirkt erhellend, aber auf jeden anders. Und viele sehen auch nur scheinbar sinnlose Worte.

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03.02.2005 17:01 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
Georg Georg ist männlich
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Ui, ich glaube, da hab ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt. Ich meine natürlich hier eine neue Rubrik oder ein Unterforum.smile

Gruß
Georg

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03.02.2005 17:36 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
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Ah! Und da geht es schon los mit den Mißverständnissen!

applaus smile Totlacher

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03.02.2005 17:39 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
Onkel Fidi
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Hallo Georg

Zitat:
Der reife Wittgenstein aber kam dann doch zu der Einsicht, daß die Begriffe immer durch den Zusammenhang definiert werden, in dem sie auch tatsächlich verwendet werden


Du sprichst mir aus der Seele! Es lebe der ALTE Wittgenstein! Mit dem jungen kann ich nicht so viel anfangen, um mal ehrlich zu sein.

Dass die Worte durch den Zusammenhang definiert werden, das ist absolut richtig. Aber leider ist das nicht allen Menschen bekannt.
Oder vielmehr sind wir durch unser Schulsystem so geprägt worden, dass wir nur in Details denken können. Ich stelle dies Aussage mal lieber als Frage hin! Und dabei übersehen wir dann den Zusammenhang. Mir fiel das im taoismus.de immer wieder auf. Da wurden die Worte zerlegt und dabei war doch aus dem Zusammenhang alles klar zu erkennen.
Ähnlich fand ich es jetzt auch hier am Board mit dem Begriff der Rasse. Einige haben sich an diesem Begriff festgebissen und konnten den Zusammenhang und das, was ich sagen wollte, nicht erkennen, weil sie nur am Begriff Rasse hängengeblieben waren. Ich finde das sehr schade!
Stefan, ist es möglich, dass ihr mich aus eben diesen Gründen in der Diskussion um Prägung und Vererbung nicht verstanden habt?
Ich hätte gedacht, dass ich mich immer sehr deutlich ausgedrückt hätte und habe immer wieder davon gesprochen, dass ich von Verhalten, Temperament und dergleichen rede und nicht von Intellekt oder der Hautfarbe.

In diesem Zusammenhang frage ich mich natürlich, warum es überhaupt vorkommt, dass der eine meint, alles ganz deutlich zu sagen, ein anderer aber ganz was anderes herausliest.
Auch das Beispiel mit der Verwechslung von Forum und Rubrik ist typisch. Eigentlich war doch klar zu erkennen, dass Rubrik gemeint war und nicht Forum.
Aber der eine sieht es, der andere nicht.
Und da sind wir nämlich schon wieder bei dem Thema, dass es verschiedene Denkweisen gibt.
Ich merke jedenfalls immer wieder, dass es bestimmte Menschen gibt, mit denen kann ich einfach nicht kommunizieren. Auch wenn ich mich noch so bemühe. Uhanek war so ein Fall.
Und dann gibt es andere Menschen, da braucht man einfach nur ein paar Andeutungen zu machen und sie verstehen schon, was man sagen will.
Sicherlich habt ihr auch solche Erfahrungen.

Liebe Grüße
Fidi

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Onkel Fidi am 04.02.2005 05:56.

04.02.2005 05:54
Wassermensch Wassermensch ist männlich
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Sagen wir, einer sagt mir, er habe einen Fisch gesehen. Sagen wir, der weiß nicht, daß ein Wal kein Fisch ist. Was ich aber nicht weiß. Nun hat er aber einen Wal gesehen und sagt: Fisch. Ich aber denke: Fisch, und würde zunächst nicht auf die Idee kommen, daß er Wal meint.

Was Rasse angeht: Dir geht es um die Vererbung von Eigenschaften. Du sprichst aber von Rasse. Nach allen Bedeutungen dieses Wortes die ich kenne gibt es so etwas wie Rasse nicht. Und ich empfinde das nicht als trivial, und zwar weder, was die biologische noch was die kulturelle Bedeutung de Wortes angeht.

Und wenn wir über Vererbung reden - da reden wir über Molekularbiologie. Oder über Genetik im Sinne Mendels.

Ich kann Dir z.B. zustimmen, daß viele Polynesier ein sehr viel innigeres Verhältnis zur Natur haben. Ich kann bestätigen, daß viele von ihnen bestimmte Intuitionen haben, die wir nicht haben, bzw. die bei uns nur schwach ausgeprägt sind. Das mag oder mag nicht oder mag z.T. genetisch bedingt sein, worüber ich keine Aussage machen kann.

Ich kann ein schönes, poetisches Essay über die Eigenschaften, die Kultur, die Fähigkeiten, das Gemeinschaftsleben der Hawaiianer schreiben. Ich kann mich doch aber nicht hinstellen und sagen: dieses oder jenes ist genetisch. Auf welcher Basis denn?

Aber mit den Wörtern und dem Zusammenhang ist das so eine Sache, Fidi. Vermutlich kommt das, was ich schreibe, bei Dir auch ganz anders an, als ich es eigentlich meine. Das liegt natürlich daran, dass wir einen unterschiedlichen Hintergrund haben und unterschiedlichen Generationen angehören. Mit der Rasse/Vererbung Thematik hast Du ein m.E. geistes- und naturwissenschaftliches Thema angesprochen. Deswegen sieht auch meine Argumentation so aus. Und mir fällt nicht recht ein, wie ich dieses Thema anders verstehen soll. Deine Frage enthielt eine Hypothese, und die Art der naturwissenschaftlichen „Rasse“ der ich angehöre ist es, Hypothesen so lange durch den Wolf zu drehen, bis sie entweder bestätigt oder widerlegt sind. Mit anderen Worten: eine möglichst objektive und reproduzierbare Antwort zu suchen. Was sich übrigens auf einer sehr viel niederen Ebene bewegt, als Tao, aber die Frage war auch, wie ich meine, keine taoistische.

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04.02.2005 14:28 Wassermensch ist offline Email an Wassermensch senden Homepage von Wassermensch Beiträge von Wassermensch suchen Nehmen Sie Wassermensch in Ihre Freundesliste auf
Onkel Fidi
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Lieber Stefan

Was du ganz am Ende schreibst, das ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Diskussion. Jedenfalls von meiner Warte aus. Und es hat sehr wohl etwas mit Taoismus zu tun.
Du sagtest: "Deine Frage enthielt eine Hypothese, und die Art der naturwissenschaftlichen „Rasse“ der ich angehöre ist es, Hypothesen so lange durch den Wolf zu drehen, bis sie entweder bestätigt oder widerlegt sind. Mit anderen Worten: eine möglichst objektive und reproduzierbare Antwort zu suchen."

Nun hast du ja selbst gesagt, dass diese ganz spezielle Vorgehensweise deiner Rasse entspricht. Mit anderen Worten: Dieses analytische Vorgehen ist typisch für die Menschen, die wir als Deutsche bezeichnen. Es könnte auch noch typisch für alle Europäer sein, aber vielleicht schon nicht mehr ganz so typisch. Sicher würde wahrscheinlich ein Franzose oder Italiener anders vorgehen.

Und ein Maori würde von dieser ganzen Diskussion wahrscheinlich fast nichts verstehen oder zumindest den Kopf schütteln über Probleme, die in seiner Sicht überhaupt keine sind. Denn er wird sie wahrscheinlich nicht einmal verstehen.
Das ist nun, bitte, keine Abwertung. Das ist eine reine Feststellung und belegt nur die andere Sichtweise. Aber nicht nur die andere Sichtweise, sondern auch eine ganz andere Vorgehensweise.

Ich habe schon vor einger Zeit dieses Thema mit Maori-Freundes besprochen. Nämlich die Frage, ob ein bestimmtes Verhalten vererbt sei oder nicht. Die Antworten von den Maori waren nicht in der Art wie eure Antworten. Es wurde nicht gefragt, ob dies eine geisteswissenschaftliche Frage war.
Sie überlegten kaum und sagen: "Selbstverständlich ist das vererbt. Wie kommst du überhaupt auf diese komische Frage? So etwas braucht man doch erst gar nicht in Frage zu stellen, man kann es täglich erleben!"

Und das ist nun der Unterschied zwischen Weissen und Maori. Wir denken überwiegend analytisch (die Deutschen ganz besonders), die Maori beobachten das Leben aus der Praxis.

Das Schulsystem der Weissen ist zum Beispiel für die Maori denkbar ungeeignet. Deshalb schneiden sie auch im Durchschnitt schlechter ab. Das verführt viele zu dem vorschnellen Urteil, dass die Maori weniger intelligent seien. Aber das stimmt nicht. Sie sind ebenso intelligent wie die Weissen. Sie könnten sogar intelligenter sein. Das kann man sehr schlecht überprüfen. Denn sogar die Art und Weise, wie wir den IQ messen, ist nur auf unsere Denkweise ausgerichtet. Maori-Kinder, die in einer reinen Maori-Schule unterrichtet werden mit den entsprechend anderen Methoden, schneiden am Ende um ein ganz beträchtliches Stück besser ab als die anderen Maori Kinder.

Und was hat das mit Taoismus zu tun?
Es zeigt auf, dass wir auch an den Taoismus im Osten und Westen total anders herangehen. Die Maori sollen übrigens teilweise von den Chinesen abstammen, wenn auch sehr weit zurückreichend. Vor einigen Monaten habe ich in einer TV Meldung gehört, dass man diese Abstammung durch DNA-Test festgestellt hätte. Da frage ich mich eigentlich, was man da festgestellt hat, wenn nicht die Rassenzugehörigkeit?
Und damit wären wir wieder bei meiner Ausgangsfrage angelangt.

Liebe Grüße
Fidi

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Onkel Fidi am 05.02.2005 09:32.

05.02.2005 09:21
Georg Georg ist männlich
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Zitat:
Onkel Fidi:
Da frage ich mich eigentlich, was man da festgestellt hat, wenn nicht die Rassenzugehörigkeit?

Und ich frage mich hier ernsthaft, ob dein Beharren auf den Rassebegriff nicht rassistischer Spekulation Tür und Tor öffnet. Das will ich nicht und bitte dich darum dringend nicht mehr von Rassen zu reden, wenn wir Völker oder Volksgruppen meinen.

Gruß
Georg

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05.02.2005 17:57 Georg ist offline Email an Georg senden Homepage von Georg Beiträge von Georg suchen Nehmen Sie Georg in Ihre Freundesliste auf
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